13 November 2017

Neues Petersburg Buch, Münchener Freiheit und Zensur 2017

Weil wieder ein neues Buch in meiner Schreib- und Reise-Werkstatt entstanden ist, blieb  weniger Energie zu berichten. Dazu verlässt mich die Lust im grauen November,  Schreckensmeldungen zu sammeln und zu kommentieren. Bilder sagen mehr als Worte. Kreative basteln Bilder, das spart mir Worte. 

Die Fakten zu sehen, betrübt zuweilen,
die Fakten zu übersehen, ist mir nicht gegeben.




Mein Arbeit im Selbstverlag bei Createspace druckt mein neues Buch. Der erste Upload einer Word-Office-Datei hat Bilder auf den Seiten verschoben. Erst der zweite Upload des als PDF gespeicherten Buches liefert das gewünschte Ergebnis.



Es ist geschafft, online bei Amazon zu bestellen.

Taschenbuch: 122 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (13. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1976169216
ISBN-13: 978-1976169212
 Größe und/oder Gewicht:  21,6 x 0,7 x 27,9 cm


Es ist mein sechstes Buch, welches von meinen Reisen berichtet: Indien, Marokko, Portugal, Sizilien, Moskau, St. Petersburg



Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erhard Thomas, 14. Feburar 1948, hat sich 20 Jahre, acht Monate und 12 Tage als angestellter Redakteur des PC Magazins verdingt. Neben dieser harten, disziplinierten Pflichterfüllung reist der Autor leidenschaftlich gern. Seit der Ruhephase meiner Altersteilzeit Mai 2011 und der Verrentung 2013 hat der VW-Crafter mittlerweile 160.000 Kilometer abgespult. In etwa fünf Reisemonaten 2017 mit 10.000 Kilometern auf Sommerreifen begleitete mich meine Frau Stephanie vom 2. Juli bis zum 29. August über 5680 Kilometer nach Russland. Mit ihrer guten Küche auf unserem Zweiflamm-Kocher, ihrer sorgenden Sauberkeit verschaffte sie mir Ruhe und Muße, eifrig meinen Reiseblog zu schreiben, mit Fotos zu füllen, mich im Internet via WiFi zu informieren. SAT-TV hielt uns auf dem Laufenden. Google Maps erleichtert die Reiseplanung, Excel die Verbrauchs- und Kostenrechnungen (10,29 Liter/100 Kilometer) und Wiki dient als Reiseführer. Das Wohnmobil mit sechs mal zwei Metern Außenmaßen dient als Küche, Schreibstube, Fernseh- und Schlafzimmer und verfügt neben dem Luxus eines Kühlschranks auch über eine Kassetten-Toilette mit Wasserspülung.




Vor meiner Blog- und Buchproduktion hat mich, wie viele Leserbriefschreiber der Systemmedien, die Zensur geplagt. Zensur ist die Seuche dieser Zeit, die Inquisition im dritten Jahrtausend. Beispiele dazu gibt es in Hülle und Fülle.




Facebook ist so dreist, ein Video von Harald Schmidt zu löschen, das Jahre lang bei YouTube online stand. Sind die Auslassungen, die das Öffentlich Unrechtliche noch zu senden wagte, mittlerweile Grund zur Zensur? Bei Facebook schon.




https://www.youtube.com/watch?v=tWNhxKHHGZo&t=3s
5 Minuten
Harald Schmidt über politisch korrekte Sprache ("Der hat Neger gesagt!")


Profis im Widerstand



Hamed Abdel-Samad (oben links), Anabel Schunke (oben links), Akif Pirincci (oben rechts), Karoline Seibt (oben rechts), Ines Laufer (unten links), Dr. David Berger (unten links), Leyla Bilge (unten rechts), Jürgen Fritz (unten rechts)



Eine wertvolle Arbeit! Danke dem Fritzblog. Seine Story listet Profis im Widerstand auf. Tausende, Hundertausende werkeln und mühen im Kleinen, schreiben, sammeln, ordnen - unentgeltlich - getrieben von der Sorge um Land und Leute. Allein schon dieser Ausdruck verorten Humanitärglobalisten in der "rechten Ecke".


Frei bewegen kann Abdel-Samad sich schon lang nicht mehr. Er braucht Polizeischutz, wechselt häufig seine Hotelunterkünfte, schwebt in ständiger Fatwa Lebensgefahr. Neu kommt hinzu, dass Twitter Abdel-Samad zensiert.



Es gibt keine klare Front mehr, die 14-18, die 39-45 Freund von Feind trennte, es gibt keine Gedenkorte mehr wie Sedan, Verdun oder Stalingrad, Menschen in Land wie Stadt sammeln sich in zersplitternden Gemeinschaften, die tiefere Gräben trennt als dazumal Schützengräben. Es sind ideologische Gräber. Glaubenskämpfe. Fanatische Gewalttäter sterben und töten für Ideologie, Glauben, ins Hirn gebrannte kollektive Konditionierung.

Einzelne Lichtträger, die exemplarisch dieser Fritzblog aufzählt, widersetzen sich an vorderster Front der veröffentlichen und transatlantisch verordneten Mehrheitsmeinung. Fackel- und Fahnträger an vorderster Front fallen als erste.




Wer sich im Kleinen hinter ihnen mühte mit ähnlichem Ansatz, im Widerstand zur Mehrheitsmeinung, die Kleinen kommen als nächste dran. Wo mittelalterliche Inquisitoren noch folterten, da wüten Zensoren mittlerweile elegant in geheizten Büros mit Mausklicks gegen jeden und alles, was einer Exzellenz-Initiative aus Premium-Pöbelern von Politik, Medien, Klerus und Kultur missfällt.

Wer da noch im Widerstand brennt, muss mittlerweile Spenden sammeln. Viele verzeihen sich ins Private. Ein paar rüstige Rentner an den Tasten mit widriger Meinung im Netz, mögen weiter mosern und motzen, solange diese sich mit Narrenkappen schützen und tarnen.




Wer im kulturellen Überbau sein Liedchen verkaufen will, schließt sich besser der Mehrheitsmeinung an. Wer das nicht macht, hat keine Chance, seine Musikmeinung öffentlich zu vermarkten.

Ebenso unterliegen die Gelehrten, welche Gesetze machen, dem Zeitgeist. Ob solche Gesetze auf Zeit sich durchsetzen, bleibt abzuwarten. Die Nürnberger Gesetze beispielsweise verloren mit der Kapitulation des Deutschen Dritten Reiches ihre Gesetzmäßigkeit. Inwieweit sich Artikel 33 wie der Genfer Flüchtlingskonvention bewähren, muss die Entwicklung zeigen.


Dass ein kleiner Musikant mit der Mehrheitsmeinung schwimmen muss, um überhaupt öffentlich auftreten zu dürfen, ist dem Zeitgeist geschuldet.


 „Was unsere Urväter“ 1683 mit Feuer und Schwert „vor den Toren Wiens nicht geschafft haben, werden wir mit unserem Verstand schaffen,“ meint dieser Herr.
Was Vertreter der politischen Klasse jallern und lallen, um ihr Publikum, ihr Stimmvieh an die Urne zu treiben und ihre Zustimmung in der Urne zu erhalten, wen interessiert das noch? Die Sprüche wie die Gestalten sind austauschbar. An den Fäden der Marionetten ziehen mächtigere Kräfte, welche das Volk, diese Bestie, im Zaum halten sollen und müssen.




Facebook zeigt Zähne: Wer solche Sätze bei Facebook wagt, den straft der Zensor:
Möglicherweise hat der Heilige Vater mehr Eier in der Hose als Toni Hofreiter, Conchita Wurst und Volker Beck zusammen. Wo Mann drauf steht steckt Eunuche drin. Für Muselmänner wie Bushido fallen Frauen unter dem Sammelbegriff "Fotzen". Björn Höcke ist nicht der Typ für Ponyhof und Gedöns und hält den grünen deutschen Männchen den Spiegel vor: "Im 21. Jahrhundert trifft der lebensbejahende afrikanische Ausbreitungstyp auf den selbstverneinenden europäischen Platzhaltertyp.“

Björn Höcke ist nicht der Typ für Ponyhof und Gedöns









Wer weiter will im Widerstand, muss sich von Facebook verabschieden. Was will, was kann, was darf der kritische Geist bei dieser Zuckerberg-Show unter Maßgabe politisch korrekter Anstandsregeln erwarten?


Henryk M. Broder lässt sich seinen Schwaber teuer bei WELT + bezahlen. Wer mit Paypal überweist, darf Broder lesen..



Es wundert mich und immer mehr Menschen, dass auf die Verbreitung solcher Lügen, Verdrehungen, auf diese Volksverarschung immer noch so viele Wähler hereinfallen.


Allerdings darf man den Einfluß der Nutznießer der Sozial- und Asylindustrie, die Arbeitnehmer, Angestellten, Ärzte, Therapeuten, Soziologen und dergleichen nicht vernachlässigen.




Wenn das Land besetzt ist, dann ziehen andere Mächte die Marionettenfäden, als es den Anschein hat. Wenn die WELT ihrer türkischen Reporter Yücel in die Türkei schickt, dann braucht der Pöbel ein Bauernopfer. Der Gefangene darf das nicht persönlich nehmen, wenn er seit Monaten im türkischen Knast sitzt. Bleibt zu hoffen, dass die WELT sich den Spaß etwas kosten lässt und jeden Monat Knast finanziell entschädigt.




Ein Star ist dieser "deutsche Patriot" im türkischen Knast ja längst schon nach solchen Lobpreisungen des deutschen Außenministers.


Es ist an der Zeit, dass das Pendel von der links-rot-grün versifften sich zur nationalen, deutschen Rechte bewegt.


Das Fiasko ist aller Orten zu sehen und zu spüren. Hinter Personenschützern und Panzerglas lässt sich leicht über "geschenkte Menschen" schwadronieren, welche sich für Rentner, Schüler, Studierende, Arbeitnehmen, Steuerzahler wie Transfergeld-Empfänger in massive Nachteile verkehren.


Dass der deutsche Staat, einst für seine Ordnungsliebe verschrieen, fast nur noch bei Strafmandaten und Steuerdelikten sich durchsetzt, folgt zwangsläufig Jahrzehnten buntblödelnder Schönrednerei.



Dazu fickt der gezähmte Pöbel mit dem Penny-Pariser in knallbunten Regenbogenfarben. Nationalfarben sind ja sowas von "Nazi".


Um das Kind nicht christlich zu indoktrinieren, lässt man es lieber am "Zipfelmännchen" lutschen als am Weihnachtsmann. Es ist alles so schön bunt hier. Wer sich nicht zu bunt bekennt, steht schnell draußen vor der Tür.







Akif Pirincci verhöhnt selbst trübeste Tassen des schreibenden Gunstgewerbes so lieblich, dass dem Leser das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt. 




Akif Pirincci macht seinen Beitrag mit einem hübschen Bild gefälliger Damen auf, die wohl im mannbaren Alter zwischen 20 und 30 Jahren sind. Das Bild stammt aus dem Artikel der Huff-Post von der Autorin Meltem Yurt, einem Küken der Schreiberinnung, auf welches sich Akif wie ein Raubvogel aus hoher professioneller Höhe stürzt, um das Küken samt Federn und Flaum zu zerreißen. Was von der Dame verbleibt, bietet unser lieber Akif dem aufgeheizten Publikum zur restlichen Verwertung an. Wohl bekomm's! Denn wie immer, und wie wir unseren Kleinen Akif lieben, geht's bei ihm heiß her:

Und wenn man sich in diesem Zusammenhang auf die Religion bezieht, ist der feministische Ofen ganz aus. Fast alle Religionen betrachten die Frau als ein minderwertiges Wesen, vor allen jedoch der Islam. Ihre Sexualität gilt es durch die männliche Hand zu kontrollieren und sie als Person in den Besitz des Mannes zu verwandeln, was bei Moslems auch fabelhaft gelingt. Alles, was Religionen in dieser Angelegenheit zu sagen haben, ist in Wahrheit diesseitiger, von kaputten Männern ersonnener Fickificki-Bullshit und des spirituellen Gedankens völlig abhold.

Mit diesem Bild macht Meltem Yurt ihren Artikel bei der HuffPost auf:


Da fragt man sich aber als alter Sack, dem es recht gleichgültig ist, ob sich die Schönen bekopftucht verhüllt oder im Minirock dem Auge des Betrachters bieten, da fragt man sich, was dabei raus kommt, den "feministischen Ofen" anzuheizen?




Sind diese GenderprofessorI*xe die Früchte vom wachsenden Baum des Feminismus? Hat weibliche Sexualität als Animationsmotor auf dem Karriereweg, männliche, machtvolle, geldgeile Triebtäter zu entsaften, ausgedient und widmet sich wieder vermehrt der Reproduktion? Wobei das befruchtete und brütende Weibchen auf ihren persönlichen Versorger, Beischläfer und Besitzer gut verzichten kann, da sie Mama Staat steuerteuer alimentiert. Mama Staat sorgt saustark für reproduzierende Gebärfähige, bietet Soldati*nnen in Kasernen Kinderkrippen und lässt Einstiegsluken der Kampfpanzer für Schwangere vergrößern.  Ob mit Kopftuch oder Stahlhelm, ob mit Burka oder Minirock, es läuft immer auf's Gleiche hinaus:

"Alle Männer sind Schweine, und wollen nur das Eine".

Die biologische Karriere vieler Damen bleibt bei Befruchtung und Brut, der Cleopatra-Typ bezirzt den Typ Cäsar.


Viele fromme Frauen erfüllen hingebungsvoll ihre völkisch-religiöse Pflicht.



Wenn sich Bushido da mal nicht täuscht! Denn es gibt zwischen Pimmel und Fotze mittlerweile nach höchster Rechtsprechung aus Karlsruhe ein Drittes, immehin mit 0.017 Prozent unter uns vertreten. Bei denen läuft mit den Chromosomen 46.XX und 46.XY irgendetwas anderes ab, nur keine Fortpflanzung. Für dies Dritte zeichnet sich eine ganz neue #metoo-Debatte ab. Warten wir's ab!


 
Irreal? Surreal? Dadaistisch? Idiotisch? Auf jeden Fall nicht ungefährlich!



Damit genug davon! Im grauen November reicht das Grauen. Lassen wir uns lieber am letzten Sonnensonntag in München von der Schönheit der Stadt bezaubern.


Magisches München zur Zeit der Irrsinns-Inquisition 2017

  

Immer, wenn es mich von längerer Fahrt zurück nach München treibt, verschlägt mir die Schönheit der Stadt die Sprache. "Liberitas Bavaria", die Freiheit in Bayern lässt sich zumindest an sonnigen Samstagen wie dem ersten im November verspüren. Während die irrsinnige, idiotische Inquisition der Zenzur immer bösere Blüten sprießen lässt, kümmert sich Martin und Melanie Mustermann immer weniger um gesellschaftspolitische Zusammenhänge. Wer Geld hat, beschäftigt sich mit dem überreichen Warenangebot, wählt, prüft und kauft, kauft, kauft, wer kein Geld hat, kann sich im spirituellen Bauchladen bespaßen, Meditation, Yoga und Schweigen im Wald.



Der Weg zur "wahren Religion" ist allerdings härter, steiniger und um es ohne Schönfärberei zu schreiben: Der Weg war, ist und bleibt blutig.


Gnadenlos wüten Sektenführer gegen ihre Konkurrenten.




Auch Demonstrationen und Kongresse dienen der Volksbelustigung, vor allen denen, die dabei sind. In München liefen mir gleich vier Demonstrationen als wunderbaren Ausdruck demokratischer Aktivität über den Weg.


Schätzungsweise 50 bis 100 Schwarze demonstrierten gegen die Ausbeutung im Kongo.


Ein Flair von afrikanischer Trommelmusik dröhnte aus dem Druckkammerlautsprecher des Begleitfahrzeuges, eines alten Kranwagens mit H-Kennzeichen, der eine Rußschleppe verbrannten Diesels hinter sich herzog.


Auf der anderen Straßenseite buhlt schon die nächste Attraktion um Aufmerksamkeit der Stadtbesucher: Ein Mercedes, ebenfalls mit historischem H-Kennzeichen, wirbt für den Zirkus Roncalli.


Im türkisch-arabisch dominierten Bahnhofsviertel stellt der DGB sein Gewerkschaftshaus in der Schwanthalerstraße 54 einem Antifanten-Kongress für das Wochenende zur Verfügung.


Die Kreativität der bunten Fahnen, Flaggen und Plakate geht weit über das dumpf schwarz Gebrüll, Geblöke und Gewaltrandale der Testosteronis im schwarzen Block hinaus, die vor Angriffen selbst auf Menschen nicht zurückschrecken und wie in Hamburg, ganze Straßenzüge mit Brandblockaden verwüsten.



In München geht es noch ganz gemütlich zu: Eine gerade mal vier Wochen alte Ural-Maschine mit Beiwagen begeistert mich, doch der Preis von 14.000 Euro ist happig.





In DGB-Haus darf kein Unbefugter fotografieren. Die Geschäftsleitung behält es sich vor, unerwünschten Personen den Eintritt zu verwehren. Unerwünscht ist eine Anschauung, die der dort herrschenden Mehrheitsmeinung widerspricht. Die Systemparteien pampern den linksradikalen Organisationsgrad mit Millionenaufwand.


In 200 Metern Entfernung vom Antifa-Kongresszentrum hat die Stadtverwaltung Pegida erlaubt, ihren Lautsprecherwagen mit Bildwand aufzustellen. Eine Redezeit von zwei mal zehn Minuten am Tag wird den letzten verbliebenen Streitern der  Unentwegten und Auserwählten zugestanden. Mit Einbruch der Dämmerung laufen dann über die Bildwand Videos von Antifantenangriffe, über die mittlerweile mehr als genug Filme gedreht worden sind.
Die Antifa ist ein in sich marodes Konstrukt. Ein antifaschistischer Schutzwall, dessen Fundament sich auf Intoleranz, Doppelmoral und Nationalmasochismus stützt. Ideologische Grundfesten, dessen Säulen geistige Erstarrung, Egalitärfrömmelei, Humanitärbigotterie, Spießigkeit, dumpfe Ressentiments und Allmachtsphantasien mit totalitären Tendenzen sind. Ideale Voraussetzungen, um jedem blutigen Willkür-Regime den roten Teppich auszurollen.
Wohl wahr, weise Worte!




Die Antifa will Grenzen sprengen, um die Menschheit dann in ein noch schlimmeres Gefängnis zu werfen als zuvor. Ihre Radikalität verklärt die Antifa auf Grundlage eines irrationalen Kampfs gegen einen entmenschlichten politischen Gegner. Die Antifa ist ein Hort infantiler Idiotie mit weltremden, realitätsfernen und schwer resozialisierbaren Irrlichtern. Eine Buntstasi-Blase im Stadium der Inzucht. Das Image der Antifa ist irreversibel kaputt. Militant, kriminell, asozial, barbarisch, vulgär, ordinär, ungebildet.

Mir gefällt dies kämpferische, saftige Stück Prosa! Gelehrte Menschen sondern ihre Sprüche ab, der gemeine, vermummte Antifant begnügt sich mit Steinwürfen und Brandsätzen und rühmt sich solcher "Handarbeit".



Und als vierte Demo an diesem ersten, sonnigen Novemberwochenende haben sich noch AfD-Parteimitglieder und Sympathisanten gegen den Antifa-Kongress aufgestellt, gut geschützt hinter Gittern.


 

Zum Glück ist das zumeist prekäre linke Gesocks zu arm, um mit einem Kampfwagen, wie diesem holländischen Nachbau eines "US-Willy-Jeep" von 1960 die Straßen zu verunsichern. München gibt sich großstädtisch und lässt "jedem Tierchen sein Pläsierchen".




Angesichts sich dieses ersten, herrlichen Novembersonnensamstags mit politischer Kakophonie zu beschäftigen, scheint mir unangebracht.


Der bayrisch blauweiße Himmel, der Maibaum am Viktualienmarkt, die fröhlichen Menschen, die essen und zechen, was will man mehr?

Diese Daten sind wichtig für München: Das bayrische Reinheitsgebot von 1487 und der Maibaum auf dem Viktualienmarkt von 2017. Wer als nächster Landesfürst die bayrischen Geschicke lenkt, welche Parteien im Bundes- und Landtag um Macht und Einfluß kungeln, wer denkt schon daran, wenn er durch das sonnige München spaziert?

Mitten in der Stadt, am Viktualienmarkt, lässt man sich ruhig nieder, bleibt ungestört von Verkehrslärm, gurrenden Tauben, streunenden Hunden und genießt den Sonnenschein, Bier, Brezen und Obatzen, schlürft im Stehen den Saft einer großen, süß, sauren Gurke, lässt sich seinen Matjes bei der Nordsee einpacken und radelt frohgemut durch den Englischen Garten heim.


Diese Bilderbuchwelt der Marktverkäufer lässt dem Kunden das Wasser im Munde zusammen laufen.


Die schwarzen Demonstranten gegen die Ausbeutung des Kongos haben sich mittlerweile in friedlichen Gruppen am Nationaltheater gesammelt.

Eine fröhliche Gruppe Engländer demonstriert oder zelebriert eher mit dem rollenden Bierfaß ihren Rausch. Ein Laden dahinter wirbt mit ROLEX für exakte Zeitmesser. Es gibt Tage, selbst im Münchener Herbst, wo die Meisten auf ihre Kosten kommen.


Die steinernen Löwen vor der Feldherrnhalle schrecken niemanden. Heute demonstriert dort keiner, kein Demonstrant, kein Antifant, kein Polizist.

Die Damen und Herren der Staatskanzlei genießen ihr Wochenende. Schlimmstenfalls kaspern einige Arbeitseifrige einen eventuellen Koalitionsvertrag für "Jamaika" aus.




Klotzig, trotzig schräg gegenüber der Staatskanzlei thront wie ein Führerhauptquartier auf schweren Säulen das Dach der Kunsthalle.


Als Gegenüber lässt sich dieses Schatzkästchen bewundern, wenn man über oder unter dem vierspurigen Altstadtring die belebte Kreuzung geschafft hat.


Im Hofgarten, hinter der Staatskanzlei, kann man mit Kugeln spielen oder für eine Hochzeit üben. Und am nächsten Wochenende informiert sich der spirituell engagierte Interessent über die neuesten, esoterischen Heil-, Beruhigungs- und Erleuchtungsmethoden.


Doch das erste, sonnige Novemberwochenende lässt sich besser für geruhsamen Biergenuß am chinesischen Turm im Englischen Garten nutzen, von dessen erste Etage die Blasmusi das taktvolle Flair von Laptop mit Lederhose spüren lässt.


Der Englische Garten gewährt als eines der wenigen Großstadtvergnügungen bei freiem Eintritt Ruhe, Erhoung, farbenprächtige Herbstblätter und im Sommer sogar Abkühlung im Isarwasser.



Wen müde oder kranke Füße schmerzen, lässt sich vom Lederhosenexpress chauffieren.


Feudaler fühlt es sich an, sich kutschieren zu lassen. Aber auch Fußball-, Akkordeon- und Guitarrespieler finden ihr Refugium im Englischen Garten.


Nur ein paar Kilometer weiter nördlich hinter dem Innenstadtgetümmel beginnt die Wald- und Wieseneinsamkeit des großen Gartens wieder, den im Herbst und Frühjahr Schafe abweiden. In dessen Auen stehen auch Bienenstöcke, die den Imkern Honig mitten aus München liefern.


Wie der Nachmittag die Schatten länger und länger werden lässt, verabschiedet sich dieser herrliche Herbsttag mit dem Schild über dem Ausgang des Biergartens:








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