30 March 2013

Kettensägenkiller Kalle - Sofie, Sucking Slut

Nach sechs Wochen Reise ohne Frau pöbelt der Chronist pubertär primitiv mit Pennäler Poesie. Wer dabei bleibt, trifft Kalle, den Kettensägenkiller, mit seiner super-steilen, saugeilen Sofie Sucking Slut. Leider stellt die Realität satirische Schriften in den Schatten.


Das erste Bad im Frühjahr an der Algrave schafft Saft und Kraft. Wohin mit der Energie? Allein auf der Matraze, streicht sich der Alte Bauch und Glatze. Immerhin gibt es genug Freunde, die Freude machen. So gesteht Metzelmann Fingerflink seine mörderische Motivation. Leicht verschlüselt verrät Metzelmann, warum er  Lady Smartsnap schlachtete. Metzelmann verrät sich in einem Link mit dem Inhalt:

Empfindsamere Menschen graut es vor Metzelmann, der sich so offenbart. Doch sein Mob folgt diesem Führer, solange der ihn schützt. Daher bittet, bettelt und betet der Mob demütig auf den Knien:



 "HERR, ERLÖSE UNS VON DER ÜBLEN!"

  Der Mob mag Metzelmann. Metzelmann hat  Lady Smartsnap für sich und den Mob als Osterlamm geschlachtet. Ob Sündenbock, ob Osterlamm - der Mob berauscht sich an Blut - nur nicht am eignen. Der Mob fühlt sich fromm, frisch, fröhlich, frei dabei. Diese Sonderschüler so sonderbarer "Spiritualität" wähnen sich "mystisch und mächtig". Ihr frohes Herzchen hüpft und huldigt Metzelmann, ihrem Ayatollah, mit "Heil" und "Hallelujah".

 So traurig die Geschichte, ist sie immer noch lustiger als dies labberige Lagos. Deutsche Heerscharen im Osterurlaub stapfen durch dies Freizeit-Mekka, der seinen einstigen Skalvenmarkt als Spielstätte dunkler Fantasie verkauft.


Man sieht Szenen, die nur schwer zu ertragen sind: Das knospende Töchterchen hopst frühlingsfroh in das grausige Museum zum Sklavenmarkt, zückt entzückt seine Kamera. Es fotografiert hurtig die ersten Objekte im Eingang. Papa steht mit seinem Söhnchen an der Kasse. Mama flötet von hinten ihrer Göre mit ätzender Lieblichkeit zu: "Aber Liebchen, wir wollen doch erst zahlen, bevor wir hier fotografieren, oder?" Landsleute überall in Lagos. Bevor der Mob besoffen gröhlt, nichts wie weg!


50 Kilometer weiter ist es besser: Drei blaue Schwimming-Pools liegen direkt vor der Windschutzscheibe meiner braven Walkuh, dem weißen VW-Crafter zwischen den Büschen. Sonne scheint. Nichts wie hinein ins kühle Nasss! Wenn auch Regen sprüht, 15 Grad sind warm genug, um ein paar Bahnen zu schwimmen.


Der Campingplatz liegt noch recht still und verlassen. Zahlreiche Holländer haben ihre Burgen aus Wohnwagen mit umfangreichen Vorzelten aufgebaut. Zumeist grüßen sie lächelnd. Sie sitzen fröhlich hinter den Plastikplanen ihrer Zeltstätte und feiern. Holländer führen selten im Diktatorenstil Kampfköter wie deutsche Doggen, deutsche Schäferhunde oder braune Boxer.


Hier schaut still und schmusig ein typisch holländischer Haushund. Kuschelig wie ein Kätzchen doch voll hündischer Hingabe schaut er ohne einen Laut zum fremden Betrachter mit fragendem Blick: "Darf ich Dir Dein Wurschti lecken?"
Dem Chronisten gefällt die beschauliche Ruhe an dem Platz vor seinem Pool. Das Konzert der Vögel ist von allen musikalischen Darbietungen die Beste.


Das Häusermeer am Atlantik steht noch weitgehend leer. Die Menschenmassen sind noch nicht in Bus- und Wagenladungen eingerollt. Erst wenige zahlungskräftige Touris haben sich ihren Trip im Schnellboot gebucht, um sich im einzigartigen Gefühl von Geschwindigkeit zu berauschen. Noch sind fast nur Portugiesen unterwegs. Den wenigen Touris lässt sich noch leicht ausweichen.


Wer sich nur wenige Kilometer von den Strand nahen Betonbau-Silos ins Hinterland verdrückt. kommt in ein kleines Dorf. Dort wirken selbst am Tag die Bürgersteige wie hochgeklappt. Das Dorf Alcantarilha ist still und schön. Gut, dass vor Jahrhunderten christliche Kreuzzug-Kämpfer die Muslims aus dem Land vertrieben haben. Deren rigid religiotische atavistische Sklavenhaltermentalität merkt der Reisende wenig Kilometer weiter südlich überm Meer, gleich im ersten afrikanischen Land. Das ist noch eines der Schönsten dort!



Mir sind verschlossene kleine Kirchen wie in Alcantarilha allemal lieber als Moscheen, deren Kundschaft fünfmal am Tag per Druckkammerlautsprecher brüllend einbestellt wird. Nachdem sich der Mob rituell gewaschen hat, Schuhe und Verstand am Eingang gelassen hat, wäscht der Ayatollah sakral der Kundschaft das Hirn, Hallelujah! Spiritueller Zeitvertreib. Im säkularisierten Portugal strömen die Massen selbst am Karfreitag in die Supermärkte, um sich mit Lebensmitteln und Luxus wie Alkoholika zu versorgen. Zeitvertreib mit Spirituosen.


Näher am Meer liegt ein weiterer großer Campingplatz. Die dort überwinternden Rentner schieben eine ruhige Kugel. Hier hausieren auch weniger die ruhigen Holländer in ihren Wohnwagenburgen. Hier tummeln sich mehr meine Landsleute, die aber auch mit Franzosen und Italienern sich in Völkerverständigung versuchen.


Am Strand zeigen sich Paare voller Lebenslust im Frühlingssonnenschein. Der alte Mann sieht geruhsam dem bunten Treiben zu.



Die Menschen liegen im Windschatten der alten Burgmauer im Sand und genießen Wärme und Wellenrauschen.


Im nächsten Moment trifft die junge Dame, die zwischen Briefkasten und der Strandvilla steht, dann ihren Freund. Hand in Hand gehen beide am Strand, freuen sich friedlich ihrer jungen Liebe.


Solange Palmen vor den Bauten stehen, solang das Meer rauscht und nicht der Verkehr, erscheint die Algrave - wie ähnliche Städte am Meer - recht romantisch.


Ein, zwei Straßen hinter dem Strand beginnt die Großstadt. Viele Wohnungen sind zu verkaufen. Die meisten Appartments sind derzeit unbewohnt. Noch gibt es freie Parkplätze und freie Fahrt.


Gerade spazieren zwei Schwarze am weißen Gemäuer der Klinik vorbei. Doch wenn der Strom an rüstigen Rentner und unermüdlichen Urlauber mit steigender Temperatur anschwillt, bekommen die Weißkittel genug Arbeit.


Wenn im Hinterland, in den Plattenbauten der staubigen, lärmenden Großstädten die Sommerhitze unerträglich flirrt und schwirrt, dann sind diese Oasen am Meer selbst in zurückliegenden Gassen ausgebucht.


Das Besondere an diesem Bild sind nicht die strahlend weißen Bettenburgen. Das Besondere an diesem Bild ist der unverbaute Platz davor, der noch nicht einmal asphaltiert ist. Ein blühender Busch macht sich breit.



Drei alte Damen gehen am Chinesischen Lokal, dem "Happy Talk", vorbei - im vertrauten Gespräch versunken. Das mag der Mob am meisten: Menschen, die freundlich, friedlich Recht und Ruhe geben. Wer über dem Chinesischen Restaurant wohnt, genießt den unverbaubaren Blick auf das Meer. Die Möwe links oben im Bild nutzt den Wind vom Meer, der sie  schwerelos schweben lässt.



Das Verkaufsbüro im Erdgeschoss hat seine Fenster vollgepflastert mit Bildern von angebotenen Immobilien.


Schließlich liegen die angebotenen Appartments drei, vier Minuten Fußweg vom Strand. Irgendwann wird der Wind, der die Palmen biegt, sich ja legen. Wenn der Wind einschläft und die Sonne erwacht, findet sich sicher noch ein Handtuch großes Fleckchen Strand auf dem heißen Sand. Gut, dass mich dann schon der Münchener Badesee wieder kühlt!


Dieses Bauwerk mit den steilen Spoilern auf dem Dach gehört zu meinen favorisierten Schönheiten dieser zahlreichen Beton-Betten-Burgen-Paradiese.


Diese Luxusmobil mit dem Auszug hinter der Hinterachse zieht mich an. Vom Hänger hat ein stattlicher Mann in schwarzer Lederkutte eine schwere Harley entladen. Eine zierliche, schlanke Schönheit in schwarzer Lederkluft schiebt sich den Integralhelm über ihre blonde Mähne. Er steigt auf, schlägt mir der flachen Hand auf den Rücksitz. Sie folgt seiner Anweisung, schwingt sich hinter ihn, schmiegt sich an ihn. Langsam rollt das prächtige Paar vom Platz. Die kolossalen Kolben des Langhubers wummern satt in den beiden Zylindern der schwarzen, chromglänzenden Harley. Die Meisten am Platz blicken den Beiden in bewunderndem Neid nach.


Am regnerischeren Nachmittag in meiner schmalen Plastiktonne, schreckt mich meine erste Recherche nach dem Hersteller des bombastischen WoMo, der Marke "Cayman". Denn der spontane Versuche, die Seite "cayman.com" aufzurufen, alamiert mal wieder mein Antiviren-Programm. Doch bei meinem Versuch, auch einmal eine gute Geschichte auf meiner Reise zu recherchieren, zieht es mich anderntags wie mystisch-magnetisch wieder hin zum Cayman.



Meine verhaltene Vorsicht bei der Begutachtung des Giganto-Liners hat Vorteile. Der Besitzer, ein Mann wie ein Bär, hat mich beobachtet, bringt sich die beiden Stufen vom Wohnraum runter auf die Erde, kommt auf mich zu und brummt: "Na, das scheint Dich ja zu interessieren, was?" Meine Antwort, dass es für mich mehr als interessiert sei, dass mich das Gefährt fasziniert, gefällt dem Mann. Ohne seine Lederkluft sieht er recht umgänglich auf, auch wenn die Tätowierungen auf seinen muskulösen Oberarmen weniger einladend auf mich wirken. Umso mehr erstaunt er mich, als er mich zu einer Besichtigung seiner Behausung einlädt. Dort wirbelt die zierliche Blondine in der Küche, die körperlich nicht so recht zu dem gewaltigen Mann passt. Aber sie scheinen sich gut zu verstehen. Mit einem Klaps auf ihr gut gerundetes, doch knapp berocktes Hinterteil tappt sie brav zum überdimensionierten Kühlschrank, holt zwei Flaschen Bier, öffnet sie uns behend und stellt sie auf den Tisch. Dann wischt sie flink, tief gebückt, den großen Raum, richtet sich wieder auf, geht an das Spülbecken und klappert mit Geschirr. Wehmütig wandern meine Gedanken zu meiner liebsten Wisch- und Waschbärin daheim.


Dem brummenden Bären schmeichelt mein Verhalten sichtlich. Er geniesst es, dass ihm als Mann mit seiner Maschine gleichsam eine ähnliche Andacht und Bewunderung zukommt, wie mir sonst nur spätgotische Backsteinkirchen in ihrer schlichten Schmucklosigkeit abringen. Doch dieses mobile Ambiente ist eher Gelsenkirchener barock. "Also, ich bin der Kalle", prostet mir der Bär ganz gemütlich zu, und "Du?" "Ähem" kommt es etwas verschüchtert und verklemmt aus mir, "mein Name ist Fingerflink." Der Bär brüllt los: "Ey, Sofie, hast Du das gehört, der Alte heisst Fickerflink! Wer hat Dich denn so genannt?" "Ähem", versucht meine zaghafte Korrektur: "Fingerflink!" "Egal, Alter, ob Finger- oder Fickerflink, wen interessiert das denn? Mach's Dir gemütlich in meinem Monaco Cayman." "Ähem? So heisst der Wagen?" Meine Unsicherheit amüsiert den bulligen Bären. "Klar, 13 Tonnen, 10 Meter lang, zweieinhalb breit und dreieinhalb hoch. Willst noch was wissen? Ach ja etwa 350 PS." Meine Augen werden immer größer. Mein Gestammel, wieviel der denn brauche, bringt den Bären zum Brüllen vor Lachen: "Haste Du das gehört, Sofie? Der will wissen, wieviel der braucht. Mensch, Fickerflink, Du eierst wohl auf einer dieser windigen Plastiktonnen durch die Landschaft, oder? Mein Ding braucht Diesel. Wenn kein Tankwart da, steckt Sofie den Rüssel rein und lässt volllaufen. Was interessiert denn mich wieviel? Das kost' doch kein Geld. Das geht doch ab von der Karte."


Kalle gefällt mein zustimmendes Nicken, derweil ein wenig verschämt und verstohlen meine Blicke durch das Gelsenkirchen Barock des feudalen Ambientes wandern. Sofie hat ihr Klappern in der Küche eingestellt, die Federbetten im Kingsize-Lager aufgeschüttelt, aufgelegt und glatt gestrichen. Dass meine Blicke die Sofie bald mehr noch taxieren als den Mann und seine Maschine, ist Kalle nicht entgangen. Wie wir beide erschrecken, Sofie mit mir, als er seine Pranke auf den soliden Tisch knallt und brummt: "Sitz Sofie, Du machst uns unruhig." Mit zierlichen Schrittchen bewegt sich brav das Blondchen und setzt sich neben den Bären. Aus dieser Nähe fällt mir erst auf, was die Tätowierung auf Kalles Oberarm zeigt: Eine Kettensäge.

Die Nähe der überaus ansprechenden Schönen macht mich mutig, geradzu motzig sprudelt es aus mir heraus: "Tätowierungen sieht man ja häufig. Aber eine Kettensäge auf dem Arm scheint mir sehr selten zu sein." "Selten," brummt Kalle, "das ist einmalig - so wie ich. Kalle, die Kettensäge." Sein Blondchen kichert und piepst: "Kalle, der Kettensägen-Killer." "Halst Maul, Sofie, Sucking Slut", zischt der Bär etwas ungemütlicher. Doch wie sie brav beide Pfötchen auf den Tisch legt und ihre Schnute zu einem runden Kussmaul formt, beruhigt sie ihn wieder.



Zwischen diesem Kraftfeld von Kalle, dem Kettensägen-Killer, und Sofie, seiner Sucking Slut, wird es mir zu heiß. Also scheint es mir Zeit für meinen höflichen Rückzug. Doch wie mit einer Schraubzwinge schiebt mich Kalle mit seiner Pranke auf den Sessel und befiehlt: "Komm wir setzen uns auf's Sofa. Sofie hol Sekt." "Ähem, Alkohol geht schlecht, eigentlich garnicht, muss noch fahren"... Doch mein schwacher Versuch, mich aus dieser Geschichte zu ziehen, scheitert bei Kalle total. Schon macht es sich Kalle mit mir auf der Sofalandschaft bequem, Sofie tippelt mit Sektkelchen an und schüttet ein. "Wenn Kalle trinkt, trinken alle," befiehlt der Meister. Metzelmann, der per Mausklick eine Lady wie Smartsnap ausschaltet, kommt mir nachgerade zartfühlend vor gegen Kalle, den Kettensägen-Killer. Der Alkohol nimmt mir die Scheu. Kalle kommt mir weniger bedrohlich vor.


Sofie hat sich ganz nah an ihren Kalle geschmiegt. Doch mit lieblicher Leichtigkeit hat sie ihrem Herrn und Meister schon das dritte Mal den Kelch vollgeschüttet, wärend wir beide noch zaghaft am ersten Glas nippen. Kalle entspannt sich auch und plaudert leutselig: "Schau, Fickerflink, das strampeln sich die Leute ab wie blöd und fahren doch immer nur im Kreis. Für mich ist das nichts. In Hamburg laufen für mich einige Pferdchen. Alle sind glücklich. Sozialhilfe kommt pünktlich jeden Monat auf mein Konto. Du siehst, es reicht für ein einfaches Leben." "Sozialhilfe?", kommt mein ungläubiges Staunen. "Hamburg? Dein Monaco Cayman hat doch ein spanisches Kennzeichen." "Ja, Du glaubst doch nicht, dass das Auto auf mich läuft? Das ist auf meine alte Mutter zugelassen. Der Spaß ist ihr doch in ihrem Heim zu gönnen, oder? Die spanische Nummer hast Du auch schon bemerkt. Du schaust Dir wohl alles so genau an wie Sofie hier bei mir?" Mein ausweichendes Kopfschütteln übergeht er mit einem jovialen Schlag auf meine Schulter. Mit mir zuckt auch Sofie zusammen, und schüttet Kalle sein viertes Glas ein. Der fährt munter fort: "Du glaubst doch nicht, dass wir immer in diesem Loch hausen, dem Monaco Cayman auf gerade mal 12 Metern mit seinen drei Auszügen? Besser geht es uns auf der Hacienda in Ibiza. daheim Hier ist mal ein wenig Entspannung und Ortswechsel im Winter angenehm. Aber möchtest Du dauernd in so einer kleinen Blechkiste leben wie dem Monaco Cayman?" "Natürlich nicht", stimmt ihn meine Zustimmung sichtlich zufrieden, "natürlich nicht, und Deine Betriebe in Hamburg?"


"Meine Geschäfte in Hamburg wuppt mein Betriebsleiter bestens". Sofie kichert an Kalle gelehnt und maunzt: "Bordellbetriebsleiter." "Halts Maul, Sucking Slut", raunzt Kalle und wendet sich mir zu: "Verträgst  Du das, wenn eine Blondine Dich von der Seite anquatscht?" "Natürlich nicht" kommt wieder schnell meine eilfertige Zustimmung. Sofie hat ihre Pfötchen auf den Schenkel ihres Meisters gelegt, zudem mein Einverständnis und der Sekt lassen Kalle weiter friedlich plaudern: "Weisst Du, Fickerflink, wenn Du mal zwei, drei Pferdchen laufen lassen willst, musst Du sie auf fette Weiden schicken. Bei uns gehen Staatssekretäre, Richter, Anwälte, hohe Beamte ein und aus. Bunga, Bunga mit System und Verstand. So wäscht einer dem andern die Hand." "Das reimt sich sogar", stimmt Sofie zu. Diesmal fährt er ihr nicht über den Mund. Sie schiebt ihr schlankes Bein über seinen muskulösen Schenkel.



 Seine  Pranke umfasst ihren Oberschenkel. Er drückt sanft zu. Sie klappt die Augenlieder runter und öffnet ihr Kußmäulchen. Ein sanftes Stöhnen lässt sich hören. Er brummt mich an: "Schau, Fickerflink, was reist Du hier so einsam und verlassen durch die Gegend. Gönn Dir mal was! Hier, Sofie, die Sucking Slut, ist eine Oster-Offenbarung. Wenn Du willst, kannst Du sie mieten für heute oder auch 'ne Woche. Mir tut Ruhe auch mal ganz gut. Für einen neuen hartverchromten Auspuff meiner Harley, kannst Du sie eine Zeitlang haben."


"Kalle, das ist aber wirklich ganz großzügig, herzlichen Dank. Aber bitte versteh doch, dass mein Pferdchen daheim auf mich wartet. Meine knappe Kasse reicht gerade noch, ihr ein paar Blumen zu Ostern per Fleurop zu schicken. Deine Sofie ist super, genau wie Dein Monaco Cayman - aber beide eine Nummer zu groß für meinen kleinen Beutel. Danke für den Sekt und Deine Gastfreundschaft." "Was bist Du nur für ein armer Tropf. Steckst wohl noch Deinen letzten Cent in den Schlitz Deines Sparschweins, was? Ach, schon gut", brummt der Bär, der langsam schläfrig wird. So lässt er mich gehen - endlich. Sofie stellt sich steil auf ihre Pömps und drückt sich schwellend, heiß und willig, doch nicht ganz billig, zum Abschied an mich: "Schade, dass Du so ein alter, geiziger Sack bist! Dein letztes Fünkchen Feuer hätten wir schon nochmal zum Brennen gebracht." "Schwatz nicht so saublöd, Sucking Slut", brummt Kalle. der ihr Zwitschern zwar nicht versteht, denn schon fließt er schwer über das Sofa, "schmeiß den Arsch raus." Dann schnarcht er schon. Da geht man ganz gerne. Bevor mich die Naturschönheit von Sofie überwältigt, zieht es mich wieder zu den Schönheiten der Algarve.



Komische Gedanken kommen mir: Selbst eine Agave drängt ihr hartes Stachelblatt durch die Zaunstangen.


Doch das Leben auf der Straße geht weiter: Drei Steine, drei WoMo - alle mit spanischer Nummer. Im Windschatten ihrer Wagenburg sind unverkennbar spanische Laute zu vernehmen. Sie sparen sich das Geld für den Campingplatz und stehen etwa 30 Meter weit entfernt vom Meer.


Wie eine schleimige Zunge schlappt das schaumige Nass über den Sand. Doch es ist nicht "political correct" jetzt an etwas anderes zu denken!



Vor dem weiß-blauen Musterhaus stehen zwei Luxuslimousinen mit portugiesischen Kennzeichen, beide produziert im weiß-blauen Musterland Bayern, ein BMW und ein Audi.



Wie Sofies natürliche Schönheit auffällig gegen das Barocke Ambiete des Monacco Cayman sich abhebt, so bilden das Rauschen des Meeres über weichem Sand einen augenfälligen Kontrast zu den Hochhäusern dahintern. Wer flüssig ist, kauft sich ein. Es gibt genug Angebote.


Man muss das Bild schon genauer betrachten, um die geschmackvolle Plastik inmitten des Kreisverkehrs zu erkennen. Doch die Erkenntnis lohnt, denn sie zeigt mehr: Dank niedriger Lohnstückkosten deutscher Wertarbeit kann sich der Portugiese den Allrad-Daimler zum Schnäppchenpreis in die Garage stellen. Schließlich kostet hier das halbe Pfund Butter 3,30 Euro. Dagegen ist der Daimler vergleichsweise billig.




Auch der der Kauf einer Immobilie ist günstig, preiswerter als von Kettensägen-Killer Kalles Sofie Sucking Slut zu mieten.



Viel mehr als Kettensägen-Killer Kalle von seiner Sofie kann man von andern Arbeitnehmern auch nicht verlangen: Hier fahren sie den Müll noch am Ostersamstag ab. Alles eine Frage der Politik, politischer Pression....



Ähnlich eben wie es Metzelmann für seine Metzel-Männchen und -mädchen so meisterhaft meint.






27 March 2013

"Letzte Bratwurst vor Amerika"

Deutschsprachiger Touri, der seinen Fettwanst wie den Meinen, bis an den letzten Zipfel des südwestlichen Europas schleppt, bekommt die Belohnung: Bratwurst! Grunzend klopft man sich die Wampe. Wir Prachtkerle, dank Schappi, fahren mit diesem Glücksgefühl gelungener Reiseromantik Heim. Aber Halt: In der sechsten Reisewoche gerät unser Chronist in eine grottenschlechte Geschichte. Gruselig und grauenhaft!


Unsere Schnappi-Stärke als germanische Hunnen folgt hörig dem Rudel-Führer. Damit ist speziell stark deutsch konditioniert der Beiß- und Schnappreflex auf Menschen, die sicht außerhalb des Kollektivs stellen. Wer meint, Freiheit sei immer auch die Meinung des anders Denkenden, schreibt sich sein Todesurteil. Zwar arbeiten SPIN-Doktoren daran, die deutsch-hündische Mentalität wie mit "Political Correctness" dem Mainstream globalen Handelns und Wandelns anzupassen. So manipulieren diese SPIN-Doktoren den Mob mit "Political Correctness". Dies als Befehl verinnerlicht, befolgt der Mob gehorsam. Unter der schicken Schminke lauert das Herden- und Hordentier des deutschen Deppen, bereit zu reißen, zu beißen und jeden anzuschwärzen, wie es der Rudel-Führer befiehlt. Was der Führer, heute "Meinungsführer" meint, meinen alle. Das ist "political correct".

Wenn dann Deutsche in einer fundamental rigiden Religioten-Truppe und -Gruppe sich bei "heiligen Riten" und "bunten Bräuchen" um ihren Führer versammeln, gleichen sie gefährlichen Kampfhunden. Wehe, wenn von der Kette gelassen! Dreimal Wehe, wenn aufgehetzt! Aus dem Mob mit Macht kommen in Deutschland menschlichen Explosivkörper, die zu kennen, gefährlich ist. Mit diesen rigiden Religioten müssen sich Sicherheitskräfte und Terrorpeuten beschäftigen. Die kriegen Geld dafür. Mein Individualismus hat sich trotz meines Rentneralters immer noch nicht als Gruppen kompatibel und anpassungsfähig erwiesen. Weitere Versuche in solcherlei Gruppen-Gulags glatt gehobeltes, geöltes Gelabber mit scharfen Spitzen zu stoppen, zumindest zu stören, sind vorbei. Soweit meine "Guten Vorsätze". Wen meine Blog-Berichte stören, muss sie nicht klicken. Wer sie abschalten will, muss klagen.


Ende Februar schützte mich ein sorgender Moderator vor weiteren Verwicklungen mit einer Gruppe, die mir gefährlich zu werden droht. Dankenswert, dass dieser Gruppenführer meine Meinung vs. Mainstream für den mörderischen Mob abschaltete. Der Mob wählt jemanden, der seiner Mentalität gleicht. Die italienische Mob-Mentalität wählt sich die Sorte männlicher Macht-Schweine, die Bunga-Bunga-Bumsen "Sechs-gegen-Eine" bezahlen und betreiben.


 Sonntag morgen in Sagres vor der Fortaleza: Angler warten auf Einlass. Das priesterliche Gebet macht sie nicht satt. Angler fangen sich in der Zeit lieber Fische. Den Anglern öffnet sich das Tor schon um 8.00 Uhr. Touris dürfen ab 9.30 in die Burganlage. Einst war in der Burg eine Hochschule der Seefahrt.


In der Festung von Sagres hat die Seefahrschule von Heinrich, des Seefahrers, ab 1460 Menschen gelehrt, wie sie sicher über die Meere in fremde Länder und gut heim kommen. Und natürlich mit Sklaven, Gold und Gewürzen ihren Geldgebern die Fahrt heimzahlen. Mein Schicksal treibt mich in dieser sechsten Reisewoche dahin, etwas zu erleben und zu erleiden, was mir zu schreiben schon schwer fällt. Doch es muss sein:



Eine Grottenschlechte Geschichte

Personen und ihre Charaktere:

Lady Annischnief: Eine hochbegabte und damit hyper-sensibilisierte, manchmal auch damit hysterisierte Handlungsreisende in schön gesetzten spirituellen Sätzen und Sermone

Lady Plem Plem Plauderpauer: Ein überaus wacher, einfühlsamer Geist, der innerhalb von Sekunden jegliche Seinsäußerung anderer schleunigst zensiert. Sie trifft den Massen-Mob-Geschmack mit schlafwandlerischer Sicherheit.

Lady Smartsnap: Sie hat dank ihres scharfen, geschulten Geistes eine herausragende gesellschaftliche Position. Sie lässt eher selten etwas von sich hören. Doch was sie schreibt, sitzt denen wie ein Fleisch im Stachel, welche sich von ihrer Meinung angesprochen fühlen.

Sir Dr. Eicklslime: Auch er verdient gut in gehobener Position. Wie meinst verbirgt sich bei Menschen, die ihre liebevolle Maske selbst beim Vögeln zwanghaft aufrecht halten, dahinter eine diabolische Monstrosität.

Mister Fingerflink: Der Chronist der Ereignisse, dem sich Wirklichkeit und Traum immer mehr vermischen, dass er sich schon um Leib und Leben, Geist, Geld und Gesundheit bangt.

Mr. Max Mhamed: Der Mann tritt selten auf. Wenn, dann nur knapp. Doch sein geleerter Background macht jeden seiner seltener Sätze wertvoll, damit ein Kalenderblatt zu bedrucken.

Monsieur Norbert Metzelmann: Der Mob hat sich den Mann als Spielleiter erkoren. N.M. ist überaus gebildet, zartfühlend, vermittelnd und besonnen. Da er sich verpflichtet fühlt, das Gruppengefüge über das Wohl Einzelner zu stellen, muss er die Mob-Mentalität bedienen und befriedigen. Auch wenn ihm dabei merklich unwohl ist.


Doch wer wie Heinrich der Seefahrer den Reichtum Portugals mit genialem Schiffsbau und Seereisen an die Küste Afrikas begründet hat, wer also an seinem Denkmal baut, der darf nicht zimperlich sein. Kamen auch Schiffsladungen gequälter und geschundener Menschen aus Afrika auf diesen Sklavenmarkt in Lagos, dann freut das den Christen doppelt: Zum einen gewinnt der Christ einen Sklaven, zum andern gewinnt der Sklave die Segnungen des Christentums. In dem Kontext muss man das Verhalten von Norbert Metzelmann verstehen und würdigen.

Zurück zu der Matrosen-Schule in Sagres vor 500 Jahren am südwestlichen Zipfel der damals bekannten Welt. Wer die Schule schaffte, war seinen Lehrern dankbar. Die Ausbildung half, über die Meere zu segeln. Wissen war wie Licht im Leben, ihnen heim zu leuchten. So ist es noch.


Jeder weiß: "Wer an die Türe klopfet, dem wird aufgetan". So sollen Schröder und Fischer als Junge Wilde am Tor zum Bundestag gerüttelt und geschrieen haben: "Ich will hier rein." Und siehe, sie kamen rein. Nur die Harten kommen in den Garten. Der Mob blieb draußen. Und bleibt draußen. Die Draußen dienen den Drinnen. Herren kaufen Mob und Mädchen mit Moneten. Meistens mosert der Mob. Was stört das schon? Was soll's?


Mag doch der Mob schäumen und spritzen, wie dieser Fels im Meer steht der Mächtige dagegen. So wie Schäuble sitzt und grinst, wenn er dem Mob Geld klaut, um Banken zu sanieren. Sklaven-, Waffen- und Menschenhändler verdienen gut. Ebenso belohnt der Mob die Bankster mit Boni. Grottenschlechte Geschichten.



Die Geschichte will Autor wie Leser Wege über das wilde Meer weisen. Es soll Wege geben, um mit Gedanken und Empfindungen in Frieden bei sich anzukommen. Auch dafür schreibt der Autor sich seine Geschichte, wobei alle Personen und Darsteller vollkommen frei erfunden, doch wie mitten aus dem Leben gegriffen erscheinen. Erscheinen sollen.



Wer Geschichten erzählt, darf nicht feige sein. Irgendein bellender Blödel, eine heulselige Hysterikerin fühlt sich immer auf den Schwanz getreten oder in ihr Nestchen geschissen. Man braucht Mut zu schreiben, der Leser Mut zu lesen. Doch bevor die Geschichte beginnt: Stopp! Im Spiel gibt es den Schiedsrichter. den Mann mit Verantwortung für's Ganze. Der mäßigt und moderiert die Spieler, wenn es ihm zu heiß wird. Der Mann heisst Norbert Metzelmann.


Das Spiel beginnt. Noch ist der Himmel blau, das Wasser flau. Wir reiten froh auf Wellen an Land, auch wenn uns - Nomen est Omen - der Name Metzelmann nicht's Gutes verheisst.


In dem violetten Wagen spielen sie.  Sie haben ihre Spielplatz nach einer spirituellen Partei eingefärbt, weil sie sich als spirituelle, schöne, sanfte Sucher sehen. Aber es sind eben auch nur Menschen wie alle: Kein Raum auf dieser kleinen Welt kann groß genug sein, um dem ewigen Kampf der Geschlechter, wie dem Kampf der gebildet Geleerten gegen die vollends Verblödeten, dem Kampf weniger Reicher gegen viele Armen, dem Kampf der Alten gegen Junge auszuweichen. Man hört, wie sie miteinander kämpfen. Sie schreien lauter als das Rauschen des Windes und der Wellen. Deutlich klingt aus dem 15 Meter langen, alten Mercedes das Gekeif wie von mehreren alten Weibern. Was für ein klägliches Konzert! Deutlich ist die Stimme einer befehlsgewaltigen und gefechtsgewohnten Dame zu vernehmen. Was mag sie sagen? Erteilt Sie scharf aber klar Anweisungen? Ratschläge? Mahnungen, Meinungen? Befehle? So genau lässt sich das nicht ausmachen. und überhaupt: Wer will das wissen? Lauthals schimpfen andere Frauen dagegen. Immer wieder fällt ein Name: Smartsnap ist deutlich vernehmbar. Smartsnap spricht mehr monoton. Sie scheint geübt in öffentlichen Reden. Ohne große emotionelle Erregung trägt der Wind ihre Stimme hart, klar und scharf über den Platz.



Angesichts des Gekeifs fragt sich der besorgte Autor: "Wo bleibt das Licht der Welt, das in dem aufziehenden Ungewitter den Weg in den sicheren Hafen, zum fröhlichen Frieden weist?" Aber ach: Der Weg geht über steinige Stufen, steil, schlüpfrig - und tief hinab. Schnell stolpert man. Wohin des Weges, mag man wissen. Es ist ein Trampelpfad in eine Grottengegend. Hält der Leser noch aus, was der Autor kaum zu schreiben schafft?


Eine weißhaarige Alte mit aufgelösten Haaren und hoch rotem Gesicht reisst die Tür des riesigen Raums auf. Sie springt hinaus und schreit: "Die saublöde Smartsnap ist nicht auszuhalten. Länger lassen sich ihre Ungeheuerlichkeiten nicht ertragen." Metzelmann ist entsetzt. Er schreit ihr nach: "Annischnief, bleib doch um Gottes Willen bei uns! Wir sind doch spirituelle Sucher!" Doch Annischnief enteilt in die Tiefe. Ihr Verbleiben ist ungewiß. Scharf hört man Smartsnap höhnen: "Lass sie doch gehen!" Metzelmann ist entsetzt. Er rauft sich die Haare und schreit: "So können wir nicht weiter machen! Das ist nicht mehr lustig."


Lady Smartsnap bleibt ganz gelassen. Annischnief, verdorben und verloren, ist raus aus dem Spiel. Die Stimmen sind besser zu verstehen, weil die Tür offen steht. Man mag es kaum glauben: Da schiebt Smartsnap in der schon aufgeheizten Stimmung der nächsten Dame ein paar widrige Wörtchen zu! Ihre Rede scheint wohl wieder weit, weit weg von gewohnter, erwarteter, erbetener und erforderlicher "Political Correctness". Es fehlt ihrer Rede die sanfte Süße, welche Spirituelle Sucher so reizend macht. Smartsnap argumentiert sachlich, aber scharf mit einer anderen Dame. Immer wieder fällt ein Name: Plauderpauer. Plauderpauer antwortet schwach. Kaum kommt sie gegen die Stimme von Smartsnap an. Doch Plauderpauer ist von härterem Holz als Annischnief. Dazu scheint Plauderpauer gewitzt bis weit hinter beide geschlitzten Ohren. Herzergreifend härmt sie, nicht sehr laut, doch für alle vernehmlich: "Wenn das hier nicht besser wird, dann springe ich hinter Annischnief in die Grotten. Annischief hat ja wirklich so Recht. Smartsnap ist einfach nicht aushalten mit ihrem Powertrip. Sie verpestet uns alle!"


Schon stürzt Plauderpauer hinab die Stufen zur Grotte und steht an tiefster Stelle, wie wild entschlossen ins Nichts zu springen.


Grauenhaft! Grottenschlecht! Ein edler, feinsinnger Retter, ein Licht-Künstler namens Brennbosch, sieht schon kommen, wie Plauderpauer grau-grünes Wasser schluckt und nichts mehr sagt, bald nichts mehr sagen wird. Nie mehr. Brennbosch, der Retter, springt ihr geistesgewärtig zur Seite, hält sie mitsamt ihrem Stützstock, auf den Plauderpauer ihren weniger beweglichen Leib aber umso behenderen Geist stützt. Selig sinkt Plauderpauer Brennbosch in die starken Armen. Das hat sie seit Jahren vermisst, doch oft erträumt. Prembosch fühlt den alten, doch nicht kalten Frauenkörper. Ihn durchläuft eine männlich wilde, feurige Flamme. Er schreit rüber:



 "Smartsnap, Du schlampiges Scheusals, Du massakrierst uns alle mit Deinem unsäglichen Schandmaul!  Kettensägenschlampe, hinterfotzige!" Brennbosch steigert sein Schreien noch: "Man muss sich doch nur vorstellen, was Smartsnap Annischnief angetan hat!"

Smartsnap zischt scharf und greift ihrerseits nach Brennbosch. Allerdings nicht mit weichen Armen wie Plauderpauer, die noch an seinem Hals hängt, nein wie mit gut geübtem, schnellen Griff greift sie Brennbosch kurz und hart an die Eier. Der heult auf in Schmerz und Schock. Smartsnap lächelt süßsauer und brummt bestimmt mit bedrohlichem Bariton: "Entweder Du entschuldigst Dich, und behauptest das Gegenteil - oder meine Freunde von der Russenmafia wissen, wo Du wohnst. Mich beleidigst Du nicht, Freundchen! Du steckst bald tiefer im Loch, als Du Dir denkst!"



Metzelmann ist oben am Rande der Klippen geblieben. Er schaut dem getriebenen Treiben in den Grotten drunten zu. Er rauft sich die Haare und entscheidet, schnell, scharf - aber majestätisch: "Smartsnap! Du bist draußen. Für Dich ist das Spiel aus mit uns und mit mir. Deine Verbindungen zur Russenmafia sind uns recht gut bekannt. Doch diese Typen wollen wir nicht. Nicht hier. Nicht mit Dir. Also aus die Maus. Du bist RAUS!"



Smartsnap schiebt sichtlich erleichtert ab. Sie verlässt geradezu beschwingt die grottenschlechte Geschichte. Steigt fröhlich die Klippen hinauf.



Die Zurückgebliebenen freuen sich wieder, liegen sich geil grunzend in den Armen. Annischnief, welche durch einen Seitenausgang der Grotte gelaufen war, kommt wieder hervor. Sie bekommt Küsschen und hohe Achtung und Anerkennung. "Du hast den richtigen Instinkt gehabt, Süße", flirtet der Damen-Chor unisono. "Metzelmann ist unser Bester". Der streicht sich sichtbar stolz Bauch und Bart. Eine Süße lacht ihn verführerisch an. Aus Metzelmanns Mund sabbert Seiber in Vorfreude feuchter Entlohnung für seine mutige Majestät.


An rostigem Wackelgitter schleppt sich Plauderpauer wieder aus dem Grottengrund ans Licht. Man wundert sich wirklich, wie sie im Zorn so schnell die schlüpfrigen Stufen hinab kam. Metzelmann kriegt auch noch ihr Küsschen. Der reckt sich, dehnt seinen Brustkorb. Er wächst über sich hinaus - saftig und stolz.


Sie stehen wieder oben und blicken friedlich vereint hinab in die Grotten. Plauderpauer, noch etwas atemlos, säuselt: "Ohne Smartsnap sind die Grotten garnicht so schlecht. Mit unserem sonnigen Sinn sind selbst Grotten so süß." "Das stimmt", pflichtet ihr ein Dr. Eicklslime bei, "aber ohne Smartsnap ist es auch nicht mehr so spannend bei den Grotten. Und überhaupt: Sie hat definitiv überhaupt keine Verbindung zur Russenmafia. Das kann sie sich in ihrer herausragenden Position nicht erlauben." Ein anderer hält dagegen: "Doch die Spannung schadet psychologisch unserer spirituellen Suche. Smartsnap giftet Galle." Das meint einer aus den hinteren Reihen, der sonst wenig sagt. Aber wenn er spricht, dann immer mit höchst geleerter Kompetenz.


Metzelmann meint: "Danke, dass Du das klarstellst. Auch wenn Smartsnaps keine Russenmafia-Typen kennt, haben wir von ihrem Powertrip genug. Genug ist genug! Versöhnen wir Guten uns. Der Bösen Macht ist gebrochen.  Wenn mich jemand einlädt, feiern wir uns auf dem Sklavenmarkt."



Das Wort "Sklavenmarkt" ist nicht political correct.



Aber da die Grotten nun bei Lagos sind, wo früher Missionare und Menschenhändler Sklaven verhökert haben, ist das böse Wort traditionell noch verankert.


Allerdings ist der Platz längst spirituell geheilt und gereinigt, weil dort mittlerweile ein Gotteshaus prächtig prangt.


Fingerflink mag nicht feiern. Er verdrückt sich unsicher, weil er sich auf verbotenem, verminten Gelände weiß. Er findet die ganze Geschicht grauenhaft und grottenschlecht. Er ist mit den Nerven am Ende, leidet unter Schlaflosigkeit. Vielleicht träumt er ja nur?


Lustlos und unsicher schleicht Fingerflink durch das verregnete Lagos. Seine Wäsche muss er nach einem Monat seit Porto mal wieder waschen. Der Trockner arbeitet nicht. Er muss die nassen Sachen in strömenden Regen zum Waschsalon bringen. Sein Schirm schützt ihn. Ein liebes junges Mädchen füllt die Maschine mit seinen Sachen. Das Trocknen der Wäsche dauert und dauert. Fingerflink räumt sein Auto auf, will raus aus Lagos. Derweil klart der Himmel auf. Doch als die trockene Wäsche in den Schränken verräumt ist, beginnt wieder die Regenflut. Die Autobahn bringt ihn schnell 50 Kilometer weiter an ein neues Ziel. Ein ruhiger Platz mit Schwimmbad zwischen Strand und Aldi-Markt.

Fingerflink will dort bleiben. Soll er schweigen wie die drei Affen? Fingerflink hat seinen Schirm in Lagos vergessen. Im Waschsalon. Er mag nichts liegen lassen auf seinen Reisen. Also rast er zurück über die Autobahn, 50 Kilometer zurück nach Lagos. Er findet einen Parkplatz direkt vor dem Waschsalon. Gegenüber liegt das Kaffee mit WiFi. Er hat sich das Passwort von vorigen Besuchen gespeichert. Also nutzt er WiFi am Parkplatz vor dem Waschsalon und dem Kaffee. So kann seine Frau mit ihm sprechen per Skype. Das ist schön, beruhigt seine zerrütteten Nerven. Dann fällt Fingerflink in einen unruhigen Schlaf an der recht lauten Straße. Träumend geht er durch das nasse Lagos. Am Sklavenmarkt findet er ein Flugblatt. Ein Flugblatt in Deutscher Sprache in Portugal! Fingerflink hebt es auf und liest:

Dr. Eicklslime!


Was meint Polit-Stricher Metzelmann  mit seinen Worten „Danke für die Klarstellung?“ Meint er, dass Du als nützlicher Idiot sein aufgeblasenes EGO und das anderer damit befriedigst, dass Du Buddha, eine reputierliche Gestalt sich gewaltlos gebender Religioten, mit einem Bhagwan Bully Buddha aus dem letzten Jahrhundert gleichsetzt? Meint er, dass Du als nützlicher Idiot weiter willkommen bist, ihn und seine Groupies mit Bhagwan-Bully-Sprüchlein zu entzücken? Oder meint er gar, dass er der Freiheit eines „Buddhas-wie-Brennbosch“ Lady Smartsnap als „Kettensäge-Schlampe“ zu adeln – nun gar deren Freiheit zulässt, dagegen mit ihren Freunden der Russenmafia – also nicht mehr nur argumentativ – vorzugehen? Will Polit-Stricher Metzelmann etwa „Freie Meinungsäußerung“ gewähren? Will Polit-Stricher Metzelmann sogar Lady Smartsnap frei handeln lassen, also „Buddha Brennbosch“ mit den Mannen ihrer Russenmafia an die Eier zu gehen? Sofern der welche hätte. Hat er aber nicht. Da mag er mal ein Zucken gespürt haben im Unterleib, als er wortmächtig gewaltig röhrte im Wald mit seiner genital-genialen Schöpfung „Kettensägenschlampe“. Kaum droht Lady Smartsnap, die so titulierte, ihm mit ihrer Russenmafia, da steht der Maulheld mit dem Schwanz in der Hand und barmt kläglich:

„Sie kann hier rumbeißen wie sie will, aber die Nummer, jetzt immer mit der Russenmafia rechnen zu müssen, wäre mir jetzt auch zu Zensurmäßig. Dann würde ich mich abmelden“

Das versetzt Polit-Stricher Metzelmann ‚nen Stich ins Herz! Hat der Polit-Stricher Metzelmann vielleicht gar begriffen, dass die Drohung mit der Russenmafia von Lady Smarsnap vs. „Buddha Brennbosch“ nicht vergleichbar ist wie mit einem Messerangriff auf den verblichenen Heiligen Buddha oder gar der Kreuzigung Jesus? Ob Meister Metzelmann sich als Polit-Stricher einem Angriff wirklich entgegen wirft? Oder reicht sein Mut nur dazu, Lady Smartsnap per Knopfdruck raus zu klicken, aus Furcht neben Annischnief die nächste hoch potente Plem-Plem Pauderpauer zu verlieren? Diese Gruppe manifestiert sich prächtig und potent in Metzelmann. Eine heulselige Heilige wie Plauderpauer, die weinerlich maulend droht, auch Metzelmanns Gruppe zu verlassen, ist schon zu schrecklich! Da muss Metzelmann einfach per Knopfdruck Smartsnap aus dem Kreis seiner Metzelmännchen und -mädchen eleminieren! Dann schießt Metzelmann gleich noch den nächsten Kandidaten mit ab, wenn der etwa wagt, mit motzigem Maul gegen Heulselige Halbseidene Heilige und Polit-Stricher zu hetzen! Als ob Polit-Stricher Metzelmann sein jämmerliches Sozialstützen-Sein gegen irgendeinen anderen Angriff als den auf seine Hochheilige Majestätseinbildung abwehren würde. Das ist lachhaft! Polit-Stricher Metzelmann fällt es leicht, Lady Smartsnap gegen das hysterische Heulen einer mittelmäßigen Mob-Meute zu vergewaltigen, sie rauszuwerfen aus seinem Club von geifernden Giftgreisen und keifenden Klofrauen. Glaubt denn irgendjemand, dass Polit-Stricher Metzelmann die Eier hat, mit seinem Wort-Wichsen etwas einzusehen? Wie er schleimheilig vorgibt: "Danke für die Klarstellung.“
Denkt etwa Dr. Eicklslime, der Polit-Stricher Metzelmann sähe gar ein, dass es falsch, Unrecht und widerwärtig war, ist und bleibt, Lady Smartsnap per Rauswurf zu vergewaltigen und dazu noch der üblen Nachrede des aufgegeilten, verhetzten Mobs auszusetzen? Lachhaft! Lächerlich! Mag Dr. Eicklslime meinen, was er will! Er soll zusehen, wie er zu Recht kommt in seiner reputierlich posierenden Pussylichkeit! Aber ausgeschlossen, dass ein Schreibtisch-Fuzzi und Polit-Stricher irgendwen anders gegen Angriffe schützt - als sich eben selbst. Ein Polit-Stricher, der vermutlich niemals sich weiter aus seinem Fernsehsessel weg bewegt hat als vielleicht bis zum nächsten Teich oder Tümpel. Der im Greisenalter  davon träumt, wie er als Schüler mal auf seinem klapprigen Moped von Tuntenhausen bis nach Tübingen kam, bevor ihm der Motor verreckt.  Potente Polit-Stricher beschäftigen ganze Regimenter von Rechtsverdrehern wie Berlusconi, ebenso Bhagwan oder auch der „Führer“ A.H.. Dessen furchtbarer Jurist Kreisler schrie Todesurteile am Fließband in Halbstundentakt. Mental mediokre und miese Menschen nässen ein, wenn Lady Smartsnap nur von ihrer Russenmafia fantasiert! An impotentem Gequatsche geilt sich der Mob Jahrzehnte lang auf. Lady Smartsnap fantasiert nur kurz von ihrer Russenmafia. Das reicht schon, um den Mob in Lynch-Laune zu hetzen.



Polit-Stricher Metzelmann metzelt jeden, der sein EGO oder das seiner Groupies ankratzt. Macht über den Mob beziehen Polit-Stricher dadurch, dass sich seine Schützlinge bei ihm wohl und geborgen fühlen. Dazu schleimt er gern auch mal ein Sätzchen wie für Dr. Eicklslime raus: „Danke für die Klarstellung.“
Das geht Dr. Eicklslime runter wie Öl. Auch er mag Mob-Mentalität in der Maske, sich spirutell einschleimen zu lassen. Dr. Eicklslime lechzt nach Lobes- und Liebesbeweisen. Kommt diese vom Polit-Stricher, dem Gruppen-Führer, dann leckt er sich das locker rein. Das erinnert an einen vergewaltigten Messdiener: Der leckt öffentlich vor kniefälligen Heuchlern im Kirchen-Kult den beringten Finger seines Popens. Der steckt den gleichen Finger dem verwirrten Kind danach wieder in den Arsch. Dem Sprüchlein und Lob wie „Danke für die Klarstellung“ eines Polit-Strichers begegnen integre Individualisten doch einfach mit drei Wörtern:
„Bitte um Klarstellung“!

Träumend liest Fingerflink wieder und wieder das Fluchblatt. Plötzlich hört er Lärm. Rasender Mob nähert sich. Schon sind sie bei ihm. Brennbosch reisst ihn aus dem Bett. Der Mann, der selten was sagt, hält ihn fest und fesselt ihn. Die aufgebrachten Damen feixen wie Hyänen: "Brecht ihm die Finger!" "Nein", säuselt Plauderpauer, "dann sülzt der alte Schwätzer uns weiter voll mit seinem Schwachsinn. Wir müssen ihm die Zunge abschneiden." Dr. Eiklslime lenkt milde ein: "Nein, wir machen ein gerechtes Urteil. Einfach nur erschießen. Das ist menschlich und Buddha like. Alles andere wäre bestialisch.

Die Damen murren zwar, doch sie sind einverstanden. Annischnief mosert noch: "Aber danach verscharren wir ihn in Sand wie einen schwachen Sklaven in der Sahara. Der nicht mehr marschieren konnte." Das finden alle gut. Dr. Eiklslime urteilt milde lächelnd: "Deine Mahlzeit vor dem Tod sei die letzte Bratwurst vor Amerika". Plem Plem Plauerpauer hetzt und hämt noch: "Der steht nicht mehr auf."


Als Annischnief die heiß dampfende Wurst dem fixierten Fingerflink in den Mund schieben will, würgt ihn ein Brechreiz. Schweißgebadet wacht er auf.

Fingerflink reibt sich die Augen. Es war alles nur ein Traum, ein böser Alptraum. Fingerflink liegt lange wach. Er kann seinen Traum einfach nicht glauben. Solche Scheiss-Stories hält doch kein Schwein aus - nicht mal im Traum!

Für Smartsnap ist der Fisch wohl gegessen. Ihre Karawane zieht weiter, auch wenn die Köter kläffen. Doch Fingerflink vergisst seinen Traum nicht. Zu oft sind Alpträume wahr geworden. Ihm und anderen. Nur raus aus diesem Lagos! Weg! Weg! Weg!



Endlich ein neuer Platz: Swimmingpool vor dem Fahrerhaus - jetzt entspannen, ein Glas Rotwein, mit der Frau daheim plaudern und mal wieder gut und lange durchschlafen.