19 Februar 2011

Umverteilung

Millionen Menschen sind von Prunk, Pracht und Protz ausgeschlossen in den ölfördernden Staaten. Eine kleptokratische Elite, wie in Saudi Arabien im Greisenalter, hält auch wie der greise Gaddafi seit Jahrzehnt die Menschen von gerechterer Teilhabe an Macht und Money ab.

Länder wie Pakistan und Ägypten, welche weniger reich an Bodenschätzen sind, exportieren ihre Arbeitskräfte in die ölfördernden Nachbarstaaten. Wie die Schwarsklaven die US-Infrastruktur und den US-Wohlstand aufbauen mussten, so müssen rechtlose Gastarbeiter den Wohlstand der ölreichen, räuberischen Kleptomanen mehren.

Die in Jahrzehnten verkrusteten Herrschaftsstrukturen haben Korruption begünstigt, wie dies bei anderen langjährigen Potentaten schon von Italien oder selbst dem beschaulichen Bayern ruchbar wurde und wird.

Die von der öffentlichen Teilhabe seit Jahrzehnten enteigneten Menschen erheben sich gegen ihre Mächtigen. Die Massen im Iran hingegen sind manipuliert und gleichgeschaltet. Dort agitieren die Mächtigen diese Menschen gegen die feindlich empfundene Eliten der Ölnachbarn.

Derweil versorgt die westliche Wertegemeinschaft die verbündeten, despotischen Eliten der ölfördernden Staaten mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten. Diese widersprechen häufig dazu noch den gepredigten Werten für die Bevölkerung dieser Länder. Doch die medial-digital vernetzten Sozialgemeinschaften berichten anschaulich von ungeheuren Ungerechtigkeiten, den korrupten Lügenmachenschaften der räuberischen Eliten. Es kommt zum Aufstand. Machthaber lassen auf ihre eigene Bevölkerung schießen.

Wo sich Öl-Herrscher ihre Infrastruktur von Gastarbeitern aus Pakistan und Ägypten aufbauen lassen, dort verdienden diese Gastarbeiter auch im Sicherheitsapparat ihr Geld. Fremde in Sprache und Anschauung solidarisieren sich schwerlich mit denen im Land, für die sie arbeiten oder auf die sie schießen müssen.

In westlichen Wertegemeinschaften privatisieren die Eliten derweil zunehmend ungehemmt die Gewinne, während wir Steuerzahler die furchtbaren Finanzverluste solidarisch ausgleichen müssen. Während die Öl-Herrscher mit der Gewalt von Waffen, oft auch westlicher Produktion, ihr Volk vergewaltigen, verblenden hierzuland eher mediale Manipulationen die Massen.

Mächtige aller Länder teilen sich diese räuberischen Gewinne. Die Lasten tragen die, welche durch Waffen- oder Mediengewalt ohnmächtig abgehängt sind.

Wenn Aufständische die Despoten der Ölstaaten zu demokratisch gerechterem Teilen zwingen, wird der Wohlstand westlicher Wertegemeinschaften ebenfalls mit den unterdrückten und verarmten Menschen in den Öl-Diktaturen zu teilen sein. Der steigende Ölpreis zeigt die Entwicklung.

Wie schon seit 40 Jahren und länger - wie im Club of Rome - die Grenzen unseres industriellen Wachstums durchdekliniert, doch nicht ansatzweise verwirklicht sind, muss meines Erachtens zwangsläufig die Realwirtschaft sinken. Sinkt damit der Wohlstand, kämpfen die Menschen härter um ihre Stücke vom "Kuchen", womit sich die Mittelschicht immer krasser vom Prekariat hier abzusetzen versucht.

Während die Regierenden hierzulande erbittert streiten, ob die Steuern die Hartz-IV-Empfänger mit fünf, acht oder elf Euro monatlich mehr alimentieren, spart die Regierung an diesen gleichzeitig 2,5 Milliarden jährlich dadurch ein, dass sie von Hartz keine Rentenbeiträge mehr zahlt.

Wer sich mit religiös-spirituellen Fantasien müht, um nach dem Tod gen Himmel zu fahren oder vor dem Tod Erleuchtung zu erfahren, schlappt zufrieden seine Schüssel Reis am Tag, singt und segnet sich wie andere und sagt sich: "Selig sind Geistig Armen...."


Freude und Friede ihnen wie uns mit

Halleluja, Amen und OMMMMMMM

:-)

Erhard, n0by München

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